Wie heizt man eine große Gewerbehalle effizient, ohne die Wärme unter das Dach steigen zu lassen?
Gerber Elektrotechnik aus Emmendingen, spezialisiert auf Schaltschrankbau, Photovoltaik und MSR-Technik, setzt dafür auf eine Wärmepumpe, Deckenstrahlplatten von Zehnder und eine eigene PV-Anlage. Nach eigener Einschätzung erzeugt das Unternehmen so rund 70 % seines Stroms selbst.
¹ Angabe des Bauherrn
Bernd Gerber plante 2019 für Gerber Elektrotechnik eine neue Gewerbehalle mit angeschlossenem Bürogebäude.
Dabei stellte sich eine zentrale Frage:
Wie lässt sich eine große Halle komfortabel und zugleich effizient beheizen?
Zudem sollte die Wärme dort ankommen, wo tatsächlich gearbeitet wird. Bei einer klassischen Luftheizung steigt ein Großteil der Wärme hingegen unter das Hallendach. Deshalb fiel die Wahl auf Deckenstrahlplatten als Hallenheizung mit Wärmepumpe, die mit der eigenen PV-Anlage zusammenarbeitet.
Projektsteckbrief
Objekt
Gerber Elektrotechnik, Gewerbehalle
Standort
Emmendingen, Deutschland
Fertigstellung
2019
Produkt
Deckenstrahlplatte Zehnder ZIP

Drei Komponenten greifen ineinander. Eine zentrale Gebäudeautomation steuert dabei das Zusammenspiel.
PV-Anlage – zur Stromgewinnung
Auf dem Hallendach erzeugt eine PV-Anlage mit 29,7 kWp Strom. Überschüssiger Solarstrom fließt zuerst in die Wärmeerzeugung.
Wärmepumpe – als Wärmeerzeuger
Eine gemeinsame Wärmepumpe versorgt sowohl die Halle als auch das Büro mit Wärme.
Deckenstrahlplatten – zur Wärmeabgabe
In der Halle geben Zehnder Deckenstrahlplatten ZIP die Wärme als Infrarot-Strahlung ab. Dadurch kommt sie direkt unten bei Menschen und Arbeitsplätzen an, statt unter das Dach zu steigen. Im Büro sorgt hingegen eine Fußbodenheizung für Wärme.
Gebäudeautomation – als Steuerung
Zusätzlich steuert die Gebäudeleittechnik Heizung, Beleuchtung und Beschattung. Geheizt wird nach Anwesenheit und festen Komfortzeiten; am Wochenende bleibt die Heizung deshalb aus.
Bernd Gerber, Gerber Elektrotechnik
Bernd Gerber ist mit seinem Konzept zufrieden. Nach eigener Einschätzung erzeugt das Unternehmen rund 70 % seines Stroms selbst. Zudem strebt Gerber mittelfristig 80 bis 85 % an. Entscheidend ist für ihn allerdings nicht ein einzelnes Produkt, sondern das Zusammenspiel aller Komponenten. Somit zeigt das Projekt: Eine Hallenheizung mit Wärmepumpe funktioniert, wenn Wärmeabgabe, Erzeugung und Steuerung aufeinander abgestimmt sind.
Ja. Bei Gerber Elektrotechnik versorgt eine gemeinsame Wärmepumpe sowohl die Deckenstrahlplatten in der Halle als auch die Fußbodenheizung im Büro. Zusätzlich liefert die PV-Anlage auf dem Dach einen großen Teil des Stroms.
Weil sie die Wärme überwiegend als Infrarot-Strahlung abgeben. Dadurch erreicht sie Menschen und Arbeitsplätze direkt, statt sich als warme Luft unter dem Hallendach zu sammeln.
In der Halle sind Zehnder Deckenstrahlplatten ZIP installiert. Das Büro hingegen wird über eine Fußbodenheizung beheizt.
Nach eigener Einschätzung rund 70 %. Dazu trägt eine PV-Anlage mit 29,7 kWp bei. Überschüssiger Solarstrom fließt zuerst in die Wärmeerzeugung.
Von der ersten Beratung bis zur Inbetriebnahme begleitet Sie ein persönlicher Zehnder Ansprechpartner durch das gesamte Projekt. Zehnder unterstützt bei der Auslegung, Planung und Umsetzung der passenden Heizlösung und steht während aller Projektphasen als kompetenter Partner zur Seite.