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Wärmeverteilung mit Köpfchen – Heizkörperaustausch für moderne Heizsysteme
26.01.2026

Experteninterview mit Oliver Geithe, Leiter Zehnder Solutionmanagement Heizkörper und Lüftung

 

Frage 1: 

Wie bewerten Sie den Heizkörperaustausch als effiziente energetische Sanierungsmaßnahme? 

Antwort 1: 

Der Austausch von Heizkörpern kann eine Möglichkeit sein, die Wärmeverteilung an die Anforderungen moderner Heizsysteme anzupassen. Laut Angaben des Bundesverbands der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) weisen Berechnungen auf mögliche Energieeinsparungen von 15 bis 20 % bei der Wärmeübergabe hin.1 Diese Energieeinsparung erreicht man dadurch, dass moderne Niedertemperatur-Heizkörper mit einer um 3° niedrigeren Betriebstemperatur das gleiche Wärmeempfinden im Raum erreichen im Vergleich zu den alten Heizkörpern. Der Austausch der Heizkörper ist dabei eine Maßnahme, mit der sich die Wärmeverteilung an die Anforderungen des Gebäudes und der Heizungsanlage anpassen lässt und kann sich in vielen Fällen ohne umfangreiche Eingriffe in die Bausubstanz umgesetzt werden. 

 

Frage 2:

Wenn man sich nun zuerst für die Erneuerung der Heizungsanlage entschließt, kann ich dann die alten Heizkörper auch später noch austauschen? 

Antwort 2: 

Das wäre am falschen Ende Geld gespart! Die Heizungsanlage inkl. Wärmeerzeugung und -verteilung ist ein sensibles Gesamtsystem, bei dem alle Komponenten aufeinander abgestimmt sein müssen. Wird nun ein regenerativer Wärmeerzeuger installiert, dann sollten natürlich auch die Heizkörper mit niedrigen Systemtemperaturen kompatibel sein. Ansonsten kann die Heizungsanlage möglicherweise nicht optimal auf die gewünschten Systemtemperaturen ausgelegt werden: Hohe Vorlauftemperaturen, lange Reaktionszeiten oder ungleiche Wärmeabgabe wären mögliche negative Konsequenzen. Mit modernen Niedertemperatur-Heizkörpern ist man daher auf der sicheren Seite.

 

Frage 3:

Worauf sollte man beim Heizkörperaustausch unbedingt achten? 

Antwort 3:

Zunächst sollten neue Heizkörper vom Fachhandwerker in puncto Baugröße und Leistung auf die jeweiligen räumlichen Bedingungen optimal ausgelegt werden. Dann sollte man darauf achten, dass es sich auf jeden Fall um spezielle Austauschmodelle handelt, die millimetergenau auf die vorhandenen Rohrleitungen der alten Heizkörper passen. Somit entfallen mühsame Aufstemmarbeiten mit Schmutz, Lärm und zusätzlichen Kosten. Viele Heizkörperhersteller – wie natürlich auch Zehnder – bieten heute spezielle Austauschheizkörper an.

 

Frage 4:

Apropos Zehnder: Welche speziellen Austauschheizkörper hat der Raumklimaspezialist aus Lahr für Niedertemperatur-Anwendungen in seinem Portfolio?

Antwort 4:

Da darf ich unseren Zehnder Nova Neo hervorheben, für den Einsatz mit niedrigen Vorlauftemperaturen, wie sie beispielsweise bei Wärmepumpensystemen eingesetzt werden können. Zudem erzielt Zehnder Nova Neo dank zuschaltbarer Lüfter gerade bei niedrigen Systemtemperaturen eine im Vergleich zu herkömmlichen Produkten bis zu dreifache Heizleistung. Dadurch kann sich die Aufheizphase im Vergleich zu einem Heizkörper gleicher Baugröße verkürzen – besonders relevant bei Kälteeinbrüchen. Weiterführende Informationen zu Zehnder Nova Neo sowie weiteren Zehnder Austauschheizkörpern finden Sie hier: https://zgde.gmbh/tu77 

 

Frage 5:

Gibt es für Niedertemperatur-Heizkörper eigentlich auch eine Förderung?

Antwort 5:

Bei einer Erneuerung der Heizungsanlage inklusive Austausch der alten Heizkörper können Immobilienbesitzer verschiedene staatliche Fördermöglichkeiten in Anspruch nehmen. Solange die Vorlauftemperatur der neuen Heizungsanlage bei maximal 55 °C liegt, wird dabei auch der Einbau von neuen Heizkörpern gefördert. Nähere Informationen zur Förderung beim Heizkörperaustausch gibt es auf der Zehnder Website unter https://zgde.gmbh/tu74 

 

ENDE

 

  1. ^

    Die tatsächlichen Einsparungen sind unter anderem von den jeweiligen Gebäudegegebenheiten, der Planung und Auslegung des Heizsystems sowie dem Nutzerverhalten abhängig. Die genannten Werte beruhen auf der Annahme, dass bei gleichbleibendem Wärmeempfinden eine Absenkung der Raumtemperatur um bis zu 3 °C möglich ist.

     

    Infokasten: Vorteile moderner Niedertemperatur-Heizkörper

    - Niedertemperatur-Heizkörper sind auf niedrige Vorlauftemperaturen im Bereich von 40 °C bis 55 °C ausgelegt und damit für den Einsatz in Heizsystemen mit niedrigen Vorlauftemperaturen, etwa in Verbindung mit Wärmepumpen, geeignet.

    - Moderne Niedertemperatur-Heizkörper arbeiten mit einem hohen Strahlungsanteil bei ihrer Wärmeabgabe. Der vergleichsweise hohe Strahlungsanteil trägt zur Wärmeabgabe des Heizkörpers bei.

    - Eine Variante sind Niedertemperatur-Heizkörper mit Gebläseunterstützung. Je nach Ausführung kann die Heizleistung durch die Gebläseunterstützung deutlich erhöht werden. Somit verkürzen sich nochmal deutlich die Aufheizphasen. 

    - Durch die größere Wärmeübertragungsfläche können Niedertemperatur-Heizkörper auch bei niedrigeren Vorlauftemperaturen eine entsprechende Heizleistung erreichen. 

    - Viele Austausch-Heizkörper sind auf die Niedertemperatur-Technologie ausgelegt und mit passenden Anschlussmaßen für den Austausch bestehender Heizkörper erhältlich. Dadurch kann sich der Montage- und Bauaufwand reduzieren. Eine umfangreiche Produktpalette für Austausch-Heizkörper auf Basis der Niedertemperatur-Technik gibt es beispielsweise beim bekannten Raumklimaspezialisten Zehnder zu sehen unter: https://zgde.gmbh/tu75 

    - Niedertemperatur-Heizkörper bieten eine schnelle und anpassbare Regulierung der Raumwärme und können damit an Bedürfnisse der Bewohner angepasst werden. Im Vergleich dazu reagiert eine Fußbodenheizung, aufgrund ihrer thermischen Trägheit langsamer auf Änderungen der Raumtemperatur. 

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