14.06.2016

Von der Design-Idee bis zur Wärmeskulptur

Die renommierten Industriedesigner Perry King und Santiago Miranda geben Einblick in die Entwicklung des Design-Heizkörpers Zehnder Vitalo

Lahr, Juni 2016. Der Engländer Perry A. King und der Spanier Santiago Miranda zählen zu den prominentesten Industriedesignern der internationalen Szene. Seit Gründung ihres eigenen Studios “King & Miranda Design” in Mailand 1976, haben sie für eine Vielzahl an Klienten aus aller Welt in den Bereichen Architektur, Innenarchitektur und Produktdesign gearbeitet. Ihr unverwechselbarer Stil kombiniert funktionelle und technische Innovationen mit kulturellen und emotionalen Bezügen. Seit über fünfzehn Jahren arbeitet das Designer-Duo u. a. auch für Zehnder und hat inzwischen insgesamt elf Design-Heizkörper für den Raumklimaspezialisten entworfen. Im folgenden Interview geben King und Miranda Einblick in die Entwicklung des Design-Heizkörpers Zehnder Vitalo, der bereits mehrfach für seine Gestaltung und innovative Technik prämiert wurde.

Frage 1:

Der Bad-Heizkörper Zehnder Vitalo sorgt seit drei Jahren für Furore auf dem Markt. Woher haben Sie sich die Impulse für die markante Optik des Zehnder Vitalo geholt?

Antwort 1:

Wir hatten das Gefühl, die Zeit sei reif, für Zehnder ein Konzept zu entwickeln, das auf neuen Werkstoffen und Produktionsverfahren basiert. In den vergangenen Jahren haben wir viel mit Produkten aus Aluminiumwabenplatten, mehrheitlich Möbeln, gearbeitet und dieses Material aufgrund seiner vielen positiven Eigenschaften wie Belastbarkeit, leichtem Gewicht und Nachhaltigkeit zu schätzen gelernt. Darüber hinaus ist Aluminium ein sehr guter Wärmeleiter. Als wir mit Zehnder über unser neues Konzept sprachen, waren die Ingenieure sofort begeistert und schlugen vor, die Wärmeleitfähigkeit durch Naturgraphit in den Leerräumen der Wabenstruktur noch weiter zu verbessern.

Frage 2:

Wie muss man sich nach der ersten Grundidee die nächsten Entwicklungsschritte vorstellen?

Antwort 2:

Die Entwicklung des neuen Heizkörper-Konzepts vollzog sich in zwei unterschiedlichen Richtungen, die sich jedoch ergänzen: Wir wollten ein Produkt, das die Wünsche des modernen Kunden erfüllt und seinen Lebens- und Einrichtungsstil widerspiegelt. Darüber war unser Ziel, dass die von uns entwickelte Technologie echte funktionale Vorteile bringt: Neue Möglichkeiten der Formgestaltung, ein äußerst leichtes Gewicht des Heizkörpers für die damit verbundene bequeme Montage, eine unsichtbare Anschlusstechnik, bei der die Ventile und Anschlüsse elegant hinter der Heizkörperfront verschwinden lassen, sowie eine geringe Wassermenge im Heizkörper bei hoher Effizienz und Heizleistung.

Frage 3:

Zehnder Vitalo zeichnet sich auch durch sein ausgefeiltes technisches Innenleben aus. Wie muss man sich die Zusammenarbeit zwischen den Zehnder Ingenieuren und Ihnen als Produkt-Designern vorstellen?

Antwort 3:

Unsere Arbeit für und mit Zehnder basiert auf einer sehr engen Partnerschaft, die wir über viele Jahre hinweg aufgebaut haben. Nachdem Zehnder erkannt hatte, wie wertvoll das von uns vorgeschlagene Heizkörper-Konzept ist, begann unsere enge Zusammenarbeit mit den Entwicklungsingenieuren, mit denen wir im Laufe der Jahre eine Beziehung gegenseitiger Wertschätzung und sogar Freundschaft etabliert haben. Gemeinsam arbeiteten wir daran, das Grundkonzept zu erhalten und zugleich von der Entwicklung bis hin zur Fertigung einen reibungslosen Herstellungsprozess zu wettbewerbsfähigen Kosten zu gewährleisten sowie den Kunden durch kontinuierliche Verbesserungen, Änderungen am Endprodukt und Kostenminderungen zufrieden zu stellen.

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Herr Stephan Hanken