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Deckenstrahlplatten garantieren das richtige „Klima“ bei Belastungstests für den A 380

Der Versuchshallen- und Bürokomplex der IMA GmbHin Dresden beherbergt ein unabhängiges Forschungs-, Entwicklungs- und Dienstleistungsunternehmen der Luftfahrtindustrie mit circa 100 Angestellten. Wegen der neuen Anforderungen an Test- und Wartungshangars durch den riesenhaften Airbus 380 wurde zwischen 2001 und 2002 die Großanlage aus mehreren Stahlbauhallen in direkter Nähe zum Dresdner Flughafen geschaffen.


In dem Hallenkomplex fand die Endmontage des Testmodells des A 380 statt. Ebenso musste der Airbus dort zunächst umfangreichen Belastungstests, wie Dehnungsversuchen an Tragflächen und Rumpf, unterzogen werden, um die Zuverlässigkeit der Technik und der eingesetzten Materialien unter Extremsituationen zu überprüfen. Obwohl die Anlage primär für die technischen Untersuchungen am A 380 gebaut und entsprechend exakt auf die Abmessungen des Airbus abgestimmt wurde, können aufgrund der extremen Dimensionierung des A 380 zukünftig in den Hallen jedoch auch alle weiteren denkbaren Flugzeugmodelle montiert bzw. getestet werden.
Zur Beheizung der gesamten Anlage wurden statt einer konvektiven Luftheizung in allen Hallenbereichen Zehnder Deckenstrahlplatten eingesetzt. Diese Lösung für die Gebäudeklimatisierung bot sich gleich aufgrund einer ganzen Reihe von Argumenten an.

Zunächst bestand eine zentrale Vorgabe des Bauherren darin, keinerlei Technik in das Lichtraumprofil der Hallen reinragen zu lassen, um die Arbeiten am Airbus nicht zu beeinträchtigen.

Fachplaner Dirk Erbarth vom ortsansässigen Ingenieurbüro Acerplan merkt hierzu an: “Damit durften wir uns mit der Heizungstechnik nur innerhalb des Stahlfachtragwerks bewegen, welches aus drei Meter hohen Stahl-Fachwerkträgern bestand. Die knapp unter der Decke abgehängten Strahlplatten konnten diese Vorgabe in idealer Weise erfüllen.“

Des Weiteren war eine Raumtemperatur von 20° C für den Hangar vorgegeben. Dies ist für einen Hangar eine ungewöhnlich hohe Temperatur

Normalerweise herrschen in einem solchen Gebäude relativ kühle Temperaturen von etwa 16°C Maximum in den Werkstattbereichen. In Dresden sind die hohen Hallentemperaturen jedoch notwendig, da zum einen spezielle, Temperatur anfällige Klebstoffe in der Materialverarbeitung verwendet werden, zum anderen sehr sensible Messprozesse am Airbus vorgeschrieben sind. Bei geringeren Hallentemperaturen könnte es hierbei leicht zu Messungenauigkeiten kommen.


Fachplaner Erbarth erläutert in diesem Kontext die Vorteile der Strahlplatte: “Gerade bei dieser Temperaturvorgabe kommen die Energieeinspareffekte der Strahlplatte voll zum Tragen, die gegenüber konventionellen Luftheizsystemen bis zu 40% betragen können."


Ein weiteres Argument für den Einbau der Zehnder Deckenstrahlplatten in einem derart weitläufig dimensionierten Industriegebäude mit stark ausgelastetem Nutzungsprofil bestand auch in dem Vorteil des nahezu wartungsfreien Betriebs dieses Heizsystems.

Insgesamt wurden in einer Montagehöhe von 26 Metern im Hauptschiff bzw. 22 Metern in den beiden Nebenhallen auf insgesamt ca. 1250 laufenden Metern 46 Deckenstrahlplatten vom Typ Zehnder ZBN mit einem Betriebsdruck von 25 bar verbaut. Während in den Nebenschiffen Platten mit einer Länge von je 18 Metern abgehängt wurden, bestückte man die Haupthalle mit Deckenstrahlplatten mit einer Sonderabmessung von 68 Metern Länge. Das gesamte Heizsystem wird energetisch von einem öffentlichen Versorger durch Fernwärme versorgt. Die gesamte Heizleistung beträgt hierbei ca. ein MegaWatt bei einer Auslegungstemperatur von primär 135 bzw. 55°C und sekundär 110 bzw. 60° C.

Von der gelungenen Realisierung der Strahlplattenlösung für dieses klimatisch anspruchsvolle Bauobjekt zeigt sich der Bauherr, die IMA GmbH, sehr zufrieden. Insofern konnte das Planungsbüro Acerplan in der Zwischenzeit weitere gemeinsame Projekte im Auftrag der IMA GmbH in Angriff nehmen.


Downloads

IABG DresdenFallstudie (pdf, ca. 293KB)
Zehnder ZBNPlanungsunterlage (pdf, ca. 2MB)

Objekt Daten

Gebäudegrundfläche:
ca. 5.440 qm

Heizleistung:
ca. 820 kW

Auslegungstemperatur Heizen:
110/60/° C

Raumtemperatur Heizen:
20° C

Gesamtlänge:
ca. 1.250 lfm

Anzahl:
46 Stk.

Montagehöhe:
22 – 26 m

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